Feinstaub und die Rolle der Partikelabscheider

 
Als Feinstaub werden kleine Partikel definiert, welche einen Durchmesser von weniger als PM10 (Particulate Matter) oder 10 µm aufweisen. Diese entstehen durch Abrieb, Aufwirbelung, der Verbrennung fossiler Brennstoffe, landwirtschaftliche Prozesse (Stickoxide, Ammoniak, Schwefeloxide und flüchtige organische Verbindungen) und nicht zuletzt aus der Verbrennung von Holz.

Im Vergleich zu Grobstaub welcher kaum gesundheitsrelevante Eigenschaften besitzt, dringen die Kleinstpartikel des Feinstaubs ungehindert in die Bronchien und Alveolen, wo gesundheitsschädliche Prozesse mit vielfältigen Krankheitsbildern entstehen und damit zu verkürzter Lebensdauer führen. Laut Publikation des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) sterben alleine in der Schweiz jährlich mehr als 3700 Personen frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass in Europa jährlich rund 280 000 Menschen an den Folgen der Feinstaubbelastung durch PM10 frühzeitig sterben.

Das beträchtliche Gesundheitsrisiko durch Feinstaub ist den Umweltbehörden in seiner Tragweite seit den 90er Jahren bekannt. Infolgedessen reagierte der Bundesrat auf die neu erkannte Gefahr mit der Verschärfung der Luftreinhalte-Verordnung LRV und setzt Immisssionsgrenzwerte für PM10 fest. In Deutschland befassen sich Bundes-Immissionsschutzverordnungen (BImSchV) mit der Einhaltung der festgelegten Grenzwerte.

 

team

Typische Krankheitsbilder durch Feinstaubbelastung

  • Entzündungen der Atemwege
  • Verminderte Immunabwehr
  • Reizhusten
  • Bronchitis
  • COPD
  • Lungeninfektionen
  • Geringeres Lungenwachstum
  • Lungenkrebs
  • Herzinfarkte
  • Hirnschlag

Massnahmen zur Reduktion der Feinstaubbelastung bei Holzfeuerungen

  • Optimale Verbrennung: Sauerstoffgehalt, Brennstoffe, Durchmischung, Feuchtigkeitsgehalt & Temperatur
  • Hochwertiger Brennstoff
  • Gutes Abgassystem
  • Regelmässige Reinigung des Abgassystems und der Feuerung

Der hohe Abscheidegrad der elektrostatischen Feinstaubfilter von rund 80% führt zu drastischer Reduktion der Feinstaubbelastung. Damit leisten OekoSolve und Kunden einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung. 

Emissionsgrenzwerte

In der Schweiz gelten seit dem 1. Januar 2012 folgende Emissionsgrenzwerte für Holzfeuerungsanlagen ab 70 kW gemäss Luftreinhalteverordnung Schweiz:
Luftreinhalteverordnung Schweiz – Emissionsgrenzwerte
(siehe Seite 69)

In Deutschland gelten seit Ende 2014 folgende Emissionsgrenzwerte für Holzfeuerungsanlagen ab 4 kW gemäss der 2. Stufe der Bimsch-Verordnung:
Bimsch-Verordnung – 2. Stufe
(siehe Seite 7)